MV Agusta F3: 9.000 Euro sollen die Edelmarke retten
9.000 Euro die MV Agusta das Überleben sichern sollen. Nach dem Rückkauf durch Claudio Castiglioni stehen die Chancen gut, mit der Dreizylinder MV Agusta F3 neue Käufer zu gewinnen. Castiglioni geht von optimistischen 10.000 verkauften Einheiten für das Jahr 2011 aus – realistisch? Es könnte klappen! Der Name der italienischen Edelmarke aus Varese hat noch immer einen sehr guten Klang und die F3 würde zu einem Kampfpreis angeboten werden, in deren Klasse die auch sehr beliebte Triumph Daytona 675 viele Käufer gefunden hat.
Parallel zu der Straßenversion der MV Agusta F3, wird es auch eine Sportversion geben. Wie genau diese ausgestattet sein wird ist noch nicht bekannt. Die Preise dürften ungefähr 1.000 – 2.000 Euro über der normalen F3 liegen.
Wie auch schon mit der Brutale der größeren F4-Modelle, wird es auch von der F3 eine nackte Version geben. Deren Preis liegt dann unter vollverkleideten Version und wird ein weiterer Magnet für neue Kunden sein.
Kurz gesagt:
MV Agusta macht nun genau das, was Ducati groß und erfolgreich hat werden lassen – mit einer Einstiegsversion (bei Ducati die Monster) Neukunden an eine Marke binden, die später bereit sind ein leistungsstärkeres Modell aus dem selben Haus zu kaufen. Auf Dauer lässt sich in der oberen Preisklasse nicht erfolgreich wirtschaften, das hat auch Claudio Castiglioni erkannt und versucht nun MV Agusta auch unter der 10.000 Euro Preisgrenze zu etablieren. Mit einem hübschen Dreizylinder wie der F3 kann dieser Plan aufgehen. Nun sollten nur noch Qualität und Zuverlässigkeit auf dem Niveau der Japaner liegen.
Einige Schnappschüsse der MV Agusta F3 (die endgültige Version dürfte der mit dem seitlichen Auspuff wohl am nächsten kommen):
Nur die, die riskieren zu weit zu gehen, werden erfahren, wie weit sie gehen können....
Endlich ist es soweit, MV Agusta lüftet einige der Geheimnisse zur neuen MV Agusta F3. Und das wohl größte Geheimnis hat nun doch etwas mit der Größe zu tun: der Dreizylinder besitzt nicht wie angenommen 675 cm³, sondern “nur” derer 600. Das muß jetzt nicht schlecht sein, immerhin setzt Claudio Castiglioni seine ganze Hoffnung auf die neue F3. Also scheint man sich schon sehr sicher über das Leistungsvermögen des kleinsten Modells der F-Baureihe zu sein. Mit dem neuen Modell soll gleichzeitig eine neue Käuferschicht angesprochen werden, welche MV Agusta das Überleben in einem zuletzt schwierigen Markt sichern soll.
Der Triumph Daytona 675 ist es zu verdanken, daß Motorräder mit Dreizylinder-Motor auch unterhalb von 1000 cm³ Hubraum ein grandioses Comeback feierten. Wenn schon also MV Agusta nicht auch auf 675 cm³ setzt und bei den klassischen 600 cm³ bleibt, ist anzunehmen daß die F3 trotzdem mühelos an die Fahrleistungen der Daytona 675 heranreicht.
Was sich nun auf den ersten zwei offiziellen Fotos erkennen lässt, ist nicht wirklich neu. Dass die F3 ein hübsches Motorrad werden würde, war eigentlich schon vorher klar. So ist nun Geheimnis Nummer zwei auch gleich gelüftet: der Auspuff wanderte von der bekannten Linie (Underseat im Heck) nach unten.
Aber jetzt zu Geheimnis Nummero drei, dem Preis: MV Agusta plant angeblich die F3 zu einem Preis von deutlich unter 10.000 Euro auf dem europäischen Markt einzuführen. Das wäre dann wirklich ein Knaller und räumt mit der alten Preispolitik der Italiener auf. Damit würde eine MV Agusta in einen preislich attraktiven Markt platzen, wo doch einige denken werden “MV Agusta reizt mich doch mehr als H….., oder S….., oder Y….., oder T…….”. Exakt darauf setzt Castiglioni, immerhin sind 10.000 verkaufte Einheiten für das Jahr 2011 anvisiert. Die werden auch dringend benötigt, um der angeschlagenen Firma neues Kapital in die Taschen zu spülen.
Es bleibt also spannend, warten wir auf weitere Nachrichten.
Nur die, die riskieren zu weit zu gehen, werden erfahren, wie weit sie gehen können....