Marco Simoncelli schien es besonders schwer erwischt zu haben.
Nach einem schweren Sturz von Marco Simoncelli und Colin Edwards wurde das MotoGP-Rennen in Sepang in Runde zwei unterbrochen.
Das MotoGP-Rennen in Sepang musste bereits in der zweiten Runde abgebrochen werden, nachdem Colin Edwards und Marco Simoncelli schwer zu Sturz gekommen waren. Simoncelli war anscheinend zuerst gefallen, rutschte in die Fahrbahnmitte zurück und dort traf ihn Edwards, der hinter ihm fuhr. Der Texaner war nach dem Sturz bei Bewusstsein und konnte die Unfallstelle langsam aber aus eigener Kraft verlassen.
Simoncellis Zustand war zunächst unklar, aber er schien seinen Helm verloren zu haben, als Edwards ihn von hinten traf und er brauchte medizinische Hilfe. Valentino Rossi fuhr auch noch hinten auf den Unfall auf, blieb aber auf seiner Maschine sitzen. Wann und ob neu gestartet wird, war zunächst noch offen.
Nach kurzer Zeit wurde dann von der Rennleitung entschieden "No more race today"
In meinen Augen die einzig richtige Entscheidung.
Hoffen wir für Super SIC #58
Nur die, die riskieren zu weit zu gehen, werden erfahren, wie weit sie gehen können....
Der Artikel von dailymail.co.uk ist richtig schwere Kost für die Psysche - vorallem die Bilder.
Rest in Peace, Simoncelli!
(Auch wenn er bei dem starb, was er am liebsten tat...)
Ich hoffe nur, dass nirgends Bilder von ihm nach dem Unfall auftauchen.
Ein Freund von mir verlor vor ein paar Jahren sein Leben im öffentlichen Strassenverkehr. Ihm wurde von einem entgegenkommenden Fahrzeug auch der Helm vom Kopf gerissen und er erlag nach stundenlangem Kampf im Krankenhaus seinen schweren inneren Verletzungen.
Zum entgültigen Abschied lag er in einem offenen Sarg. Es war absolut kein schöner Anblick, ihn so zum letzten Mal zu sehen.
Soetwas brennt sich sehr tief ein.
Ich hoffe wirklich, dass die Presse in Anbetracht der Menschenwürde darauf verzichtet, Photos von Simoncellis Verletzungen zu veröffentlichen.
Die zurzeit kursierenden Bilder, sicherlich waren diese auch im TV live zu sehen, sind schon hart genug.
Ich werde vom Glück verfolgt - doch ich bin schneller! ...und dann stehste Davidoff...
Casey Stoner:
"Ich bin schockiert und traurig über den Verlust von Marco. Wenn so etwas passiert, dann erinnert es daran, wie wichtig das Leben ist. Ich fühle mich schlecht. Ich kann nur sagen, wie leid es mir für seine Familie tut. Ich kann mir kaum vorstellen, was sie jetzt durchmachen. Meine Gedanken sind bei ihnen. Ich hoffe, dass sie zusammenhalten und diese Tragödie gemeinsam durchstehen."
Dani Pedrosa:
"Zu so einer Tragödie kann man nicht viel sagen. Ich möchte mein Beileid seiner Familie und allen Menschen, die ihn geliebt haben, ausdrücken. Ich war bei seinem Vater und wir konnten uns nur in den Armen liegen. Alles andere ist egal. Es war ein tödlicher Unfall und alle im Fahrerlager stehen unter Schock. Wir vergessen oft, wie gefährlich dieser Sport sein kann. Wennman jemanden verliert, dann hat alles andere keine Bedeutung. Wir machen alle das was uns gefällt, was wir lieben. An Tagen wie diesen wird alles bedeutungslos."
Andrea Dovizioso:
"Unter diesen Umständen sind Worte nicht angebracht. Ich denke an Marcos Familie und alle Leute, die ihm nahe standen, speziell an seinen Vater und seine Mutter. Ich habe selbst ein Kind. Was heute passiert ist, ist das Schlimmste das man sich vorstellen kann. Ich habe die Bilder gesehen und bin geschockt. In einem Rennen kämpft man und greift an. Das Desaster wartet oft in der nächsten Kurve. Marco war ein starker Fahrer und hat immer alles gegeben. Wir sind gegeneinander gefahren seit wir Kinder waren. Er hat immer das Maximum gegeben, aber er ist auch oft gestürzt und hat sich selten verletzt. Er schien unzerstörbar zu sein. Was heute passiert ist, scheint unmöglich zu sein."
Hector Barbera:
"Ich bin schockiert. Wir sind Motorradfahrer und uns bewusst, dass Risiken dazugehören. Wir wissen aber auch, dass jeden Tag unsere Sicherheit von den Organisatoren verbessert wird. In den vergangenen Jahren wurde viel gearbeitet, um unseren Job sicherer zu machen. Trotzdem gibt es Momente, in denen Pech zu einer Tragödie führen kann. Das haben wir heute erlebt. Es war ein harter Tag für den Motorradsport. Wir haben einen großartigen Kollegen verloren. Ich werde Marco immer als tollen Gegner in Erinnerung behalten, mit dem ich in der Vergangenheit fantastische Rennen ausgefochten habe."
Shuhei Nakamoto (HRC Vizepräsident):
"Ich weiß nicht was ich sagen soll. Mir fehlen die Worte. Marco war ein sehr netter Mensch und ein sehr talentierter Fahrer. Manchmal war ich etwas hart zu ihm. Nach seinem ersten Podestplatz in Brünn habe ich ihm gesagt, dass es ein glücklicher Podestplatz war. Er war sehr verärgert. Ich wollte ihn aber motivieren, weil ich wusste, dass er zu noch mehr fähig war. Ich dachte, dass wir nach seinem ersten Sieg zusammen feiern würden. Ich möchte mich jetzt bei Marco bedanken. Er hat mir viel gegeben. Ich möchte mein Beileid gegenüber seiner Familie ausdrücken in dieser traurigen Zeit."
Taka Horio (Vorstand Bridgestone Motorsport):
"Wir sind am Boden zerstört. Unsere Gedanken und Gebete sind in dieser schrecklichen Zeit bei Marcos Familie und seinem Team. Worte können die Gefühle nicht beschreiben. Die MotoGP-Familie hat einen seiner hellsten Sterne verloren. Er war ein aufrichtiger Charakter, dessen Persönlichkeit, Charisma und unaufhaltsamer Spirit ansteckend waren. Wir haben einen sehr guten Freund verloren. Wir haben mit Marco in seinen beiden MotoGP-Jahren eng zusammengearbeitet. Er war ein wahrer Racer. Das hat er in dieser Saison oft bewiesen. Er war bis zum Ende entschlossen. Sein Aufstieg durch das Feld war in den vergangenen beiden Jahren fantastisch zu beobachten. Das war ein Zeichen seines Naturtalents, seiner Fähigkeiten und seiner Hingabe für diesen Sport, den er sehr geliebt hat. Wir werden uns immer an seine Hartnäckigkeit und seinen Spirit erinnern, mit dem er gefahren ist. Er wird schmerzlich vermisst."
Nicky Hayden:
"Manchmal mach das Leben keinen Sinn. RIP #58. Du warst auf und neben der Strecke ein Star. Wir werden dich alle vermissen."
Jorge Lorenzo:
"Du wirst vermisst. Ruhe in Frieden, Marco."
Cal Crutchlow:
"Ruhe in Frieden. Du warst ein toller Fahrer und ein netter Kerl. Meine Gedanken sind bei deiner Familie und deinen Freunden. Ich werde diesen Tag nie vergessen..."
Marco Melandri:
"Ich habe keine Worte für das, was ich gesehen habe... Habe eine sichere Reise Sic. Worte können nicht beschreiben, wie ich leide."
Carl Fogarty:
"Ich bin nach dieser Todesnachricht am Boden zerstört. Er hat frischen Wind in die MotoGP gebracht. Ich kann es nicht glauben."
Maverick Vinales:
"Forza Sic!! :-("
Chaz Davies:
"RIP Marco. Unser Sport hat einen großen Fahrer und einen tollen Menschen verloren. Meine Gedanken sind bei seiner Familie. Ich hatte das Glück und war im Jahr 2002 sein Teamkollege. Er war ein lustiger Typ und hat mir die ersten schmutzigen Worte auf Italienisch beigebracht."
Mark Aitchison:
"Ich hasse es, dass so etwas in unserem Sport passiert."
Brad Binder:
"Was für ein trauriger Tag. Ein großartiger Fahrer und Mensch hat uns verlassen."
Alex Hofmann:
"Was für ein Verlust!! Ich bin dankbar für jeden Moment, den wir zusammen verbracht haben und für die Zeiten, in denen du mich zum Lachen gebracht hast."
Jenson Button:
"Ein aufregendes Talent ist verloren. Meine Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen Menschen, die in der MotoGP involviert sind. Der Motorsport kann manchmal grausam sein."
Mark Webber:
"Ein herausragendes Talent wird vermisst. Ich denke an deine Angehöreigen und das MotoGP-Fahrerlager."
Timo Glock:
"Was für eine Horror-Woche. Nach Dan Wheldon hat es jetzt Marco Simoncelli erwischt. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden."
Alexander Wurz:
"Ich kann es nicht glauben... Wir werden dich vermissen, aber nie vergessen."
Augusto Farfus:
"Was für eine Periode im Motorsport. Ich bin sprachlos."
Davide Brivio: (Ducati)
"Das ist nicht richtig - und warum? Wir sind sprachlos. Es gibt ohne Zweifel Risiken in unserem Sport. Was heute passiert ist, war eine Reihe von Umständen."
Pramac-Ducati:
"Ciao Marco. Du wirst für immer in unseren Herzen bleiben."
Ducati:
"Ducati, das Team und die Fahrer sind tief betroffen über diese Tragödie. Wir werden Marco immer für sein Lachen, seinen Enthusiasmus, sein großes Herz und seine unglaublichen Emotionen, die wir in den vergangenen Jahren erfahren durften, in Erinnerung behalten."
LCR-Honda:
"Ciao Marco!
Toni Elias, Lucio Cecchinello und die gesamte LCR-Honda-Mannschaft sind in Gedanken bei Marcos Familie, Freunden und beim Gresini-Team in diesem tragischen Moment."
Suzuki:
"Das Suzuki-Team ist tief betroffen von den tragischen Ereignissen und möchte ihr Beileid Marcos Familie ausrichten in der Zeit dieses großen Verlustes."
Yamaha:
"Yamaha drückt Marcos Familie, Freunden und Kollegen von tiefem Herzen Beileid aus. Marco war ein starker Wettbewerber und ein zukünftiger Star der MotoGP. Er wird von allen vermisst werden."
Racing-Team-Germany:
"Über die Nachricht vom Tod von Marco Simoncelli ist das gesamte Racing-Team-Germany fassungslos und zutiefst bestürzt.
In Gedanken sind wir bei seiner Familie, Freunden und Team. An diesem traurigen Tag haben der Motorradsport und die MotoGP-Welt eine einmalige Persönlichkeit und einen großartigen Rennfahrer verloren. Wir werden ihn vermissen."
Stefano Domenicali (Ferrari-Teamchef):
"Es ist hart die Schmerzen über den Verlust eines Charakters wie Marco Simoncelli auszudrücken. Ereignisse wie dieses und der tragische Verlust von Dan Wheldon erinnern uns daran, dass alle Akteure im Motorsport gewissen Risiken ausgesetzt sind. Man darf nie vergessen, dass man nichts gegen das Schicksal tun kann. Die Gedanken von allen Ferrari-Mitarbeitern und jenen des Mugello-Kurses sind bei Marcos Familie, seinen Freunden und seinem Team. Ich stehe Fausto Gresini sehr nahe. Er ist ein guter Freund, der auch aus meiner Heimatstadt Imola kommt. Er erlebt gerade eine schwierige Zeit."
Malcolm Wilson (M-Sport):
"Der heutige Tag war überschattet vom tragischen Tod Marco Simoncellis. Marco hat vor einigen Wochen M-Sport besucht und den Ford Fiesta RS WRC getestet. Wir konnten alle seinen Enthusiasmus und seine Freude im Auto sehen. Über diese schrecklichen Nachrichten sind wir sehr traurig. Unser Beileid gilt seiner Familie, seinen Freunden und Kollegen."
Nur die, die riskieren zu weit zu gehen, werden erfahren, wie weit sie gehen können....
Colin Edwards
Thanks to everyone for ur support at this time Very sad to see a friend pass in any case. I'm holding up ok mentally, it was a very tragic accident Physically, besides a dislocated shoulder & ligaments involved, think both wrists & left heel have fractures too, getting X-rays on Wednesday. I feel sad for the whole MotoGP community right now, my heart is heavy for everyone affected, from family to fans. God speed my friend, u will be missed
CE
Mental scheint er in Ordnung zu sein, hat aber doch mehr abbekommen, als zunächst vermutet. Schulter ausgerenkt, beide Handgelenke und die linke Ferse haben wohl Frakturen. Aber das wird sich noch herausstellen.
Nur die, die riskieren zu weit zu gehen, werden erfahren, wie weit sie gehen können....
Gresini verzichtet auf Antreten in Valencia: Weder im Rennen noch bei Tests dabei
Fausto Gresini hat beschlossen, dass sein Gresini-Team nach dem Tod von Marco Simoncelli in Valencia weder das Rennen noch den Test bestreitet.
Das Gresini-Team stand am Sonntag in Malaysia geschlossen unter Schock. Dem blanken Entsetzen über Marco Simoncellis Tod wichen bald die Tränen. Teamchef Fausto Gresini war besonders bestürzt, hatte er doch 2003 schon Daijiro Kato verloren, als der Japaner in Suzuka verunglückte. Damals trat das Team weiter an, weil man so Kato ehren wollte. "Als Gibernau das nächste Rennen in Südafrika gewann, gab es eine eigenartige Magie. Es war, als ob da auch Kato fahren würde", zitierte GPOne Gresini.
Doch diesmal will der Teamchef nicht, dass sein Team beim nächsten Rennen dabei ist. Vorerst will er nicht einmal an die weitere Zukunft denken. "Das einzig Sichere ist, mein Team wird beim nächsten Grand Prix in Valencia und den Tests nach dem Rennen nicht teilnehmen", erklärte er. Für sich selbst musste er festhalten, dass es ihm einen Tag nach Simoncellis Unfall fast noch schlechter gehe als am Sonntag. "Es passierte so schnell, wir sind sprachlos. Ich weiß, das ist ein gefährlicher Beruf und Risiko ist Teil des Spiels, aber man hofft immer, dass nichts passiert. Wenn etwas passiert, dann ist das schwer zu akzeptieren."
Der Unfall sei eine Reihe unglücklicher Umstände gewesen, die Maschine in die Kurve hinein statt nach außen gerutscht, die Strecke sei die breiteste in der Weltmeisterschaft gewesen, klagte er. Simoncelli wollte er aber immer in guter Erinnerung behalten. "Nach diesen zwei gemeinsamen Jahren habe ich so viele Bilder im Kopf, Marco war spontan, er machte immer das, was er wollte, hatte ein Herz aus Gold und war immer fröhlich. Ich erinnere mich nicht daran, ihn einmal verärgert gesehen zu haben. Er war immer fair zu sich selbst und zu anderen, er liebte die Herausforderung und wir, sein Team, waren nur ein Werkzeug, um seine Träume zu verwirklichen und seiner Leidenschaft Ausdruck zu verleihen", sagte Gresini.
Ich kann die Entscheidung absolut nachvollziehen. Allerdings klingt die Unsicherheit Gresinis fast so, als ob er die weitere Zukunft des Rennteams in Frage stellt. Hoffen wir mal, dass er auch weiterhin mit seinem Team in der MotoGP bleibt.
Nur die, die riskieren zu weit zu gehen, werden erfahren, wie weit sie gehen können....
Marco Simoncelli und sein Vater Paolo verstanden sich immer sehr gut. Die beiden waren unzertrennlich und im Fahrerlager immer gut gelaunt. Nun muss der Vater seinen Sohn zu Grabe tragen. Als das Flugzeug mit dem Leichnam in Italien ankam, warteten hunderte Fans, um Simoncelli die letzte Ehre zu erweisen. Aus diesem Anlass sprach Paolo auch zu den italienischen Medien und war ergriffen von der Anteilnahme. "Marco war eine sehr spezielle Person und vielleicht haben die Leute verstanden, wie er war."
"Wenn er es schwören müsste, dann war er so. In erster Linie war er ehrlich, er war echt. Außerdem war er ein Kämpfer. Vielleicht ist er deshalb gestorben. Er hat das Motorrad zum Leben erweckt. Am vergangenen Sonntag wollte er gewinnen. Er war wieder der Marco, den wir zu Saisonbeginn gesehen haben", sagt Paolo über seinen Sohn. "Er wusste was er tun musste, er wusste alles."
Die Anteilnahme der Fans ist auch nicht an der Familie vorübergegangen. "Ehrlich gesagt konnte ich es nicht glauben. Es wäre Blödsinn, wenn ich sagen würde, dass ich glücklich bin, aber es erfreut mich. Wir haben das nicht realisiert, aber es ist eine schöne Sache. Morgen werden wir nach der Beerdigung alleine sein. Es wird schrecklich sein. Jetzt habe ich all die Menschen, die uns besuchen. Das kann einen nur erfreuen."
"Marco war immer für die Journalisten da, aber auch für alle anderen Menschen, die ihn beim Essen gestört haben. Er hat mich immer geschimpft, wenn ich mich darüber geärgert habe. So war er. Marco wurde nie schlecht beurteilt, er wurde nach dem beurteilt, wie er war und wie er sich präsentiert hat. Ich habe ihn geliebt und er hat mich geliebt. Marco war großartig. Es ist so schade."
"Er brauchte alles um sich herum, damit es funktionierte. Er brauchte Aligi Deganello, seinen Guru und Chefmechaniker, sein Team, seinen Vater - der ihn manchmal verärgert hat, wie er oft sagte. Vor dem Start haben wir uns immer die Hände geschüttelt und uns umarmt. Wir hatten das am Sonntag auch gemacht. Ich schätze, ich habe irgendetwas falsch gemacht, weil es nicht so wie immer gelaufen ist."
"Er hat all die simplen Dinge genossen, die er hatte. Er liebte sein Haus, seinen Hund, die Wiese. Am Sonntag hat er mir gesagt, dass er müde ist und nach Hause will, weil wir unterwegs waren, um uns für Malaysia vorzubereiten. Das war für ihn immer schwierig. Er hatte vor dem Rennen ein Eisbad genommen, um sich abzukühlen. Es war perfekt, er wusste, dass er sich gut schlagen wird. Trotzdem hat er zu mir gesagt, dass er nach Hause möchte."
Paolo war zur Unfallstelle gefahren und sah die Bergung seines Sohns. "Ich war ungefähr dort. Marco war schon tot. Ich war zehn Meter entfernt, aber Marco war tot, es hat nichts geändert", sagt er zur dilettantischen Bergung der Streckenposten. "Ich habe ihnen geholfen. Als sie wieder aufgestanden waren und die Trage über die Leitplanke gehoben haben, nahm ich sie und half sie in den Krankenwagen zu bringen. Ich hielt Marcos Hand und sagte zu ihm 'Ciao Marco', aber er war nicht mehr unter uns."
"Man konnte nichts mehr tun. In diesem Fall hätte sich nichts geändert. Ansonsten ist vielleicht mehr Aufmerksamkeit nötig, aber die Leute geben ihr Bestes", spricht Paolo die Sicherheitsvorkehrungen an. "In unserem Fall ist Marco beim Zusammenstoß gestorben. Man sagt, dass Gott die Besten um sich im Himmel versammelt. Ich weiß es nicht. Ich wünsche mir, dass es so ist."
Die Beerdigung am Donnerstag findet im engen Familien und Freundeskreis statt.
Nur die, die riskieren zu weit zu gehen, werden erfahren, wie weit sie gehen können....
Alvaro Bautista war der letzte unmittelbare Rivale von Marco Simoncelli. Der Spanier lag direkt hinter dem verunglückten Gresini-Piloten und konnte ihm im Gegensatz zu Colin Edwards und Valentino Rossi ausweichen. In seiner Kolumne für 'Autosport' nimmt Bautista mit einem offenen Brief an Simoncelli Abschied und blickt auf dessen Karriere zurück.
"Lieber Marco: Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll", beginnt Bautista. "Nach solch einem harten Wochenende für die Anhänger des Motorradsports ist es schwierig, etwas zu sagen. Alles was in Sepang passierte - egal ob es das spannende 125er-Rennen war, in dem Nico Terol fast den Titel sicherte; das Fehlen von Marc Marquez in der Moto2, wodurch Bradl den Titel so gut wie sicher hat: die Verletzungen der anderen Piloten, denen ich eine rasche Genesung wünsche; das gute Gefühl, das ich im Training und später im Rennen hatte und in ein gutes Ergebnis hätte umsetzen können - alles wurde von deinem Unfall überschattet."
Große Anteilnahme
"Wir beide wissen, dass der Sport risikoreich ist und dass die Sicherheit glücklicherweise besser wird. Manchmal passieren aber solche Dinge. Die Leute realisieren, dass es kein Spiel ist und wir unsere Leben riskieren. Ich möchte dir nicht mitteilen, wie der Moment war, als wir im Fahrerlager von der Nachricht erfuhren, weil ich denke, dass wir alle weinten und sehr litten", erinnert der Suzuki-Werksfahrer.
Anzeige
In der Saison 2008 gewann Marco Simoncelli
die WM vor Alvaro Bautista
"Ich denke, dass wir dich als jemanden in Erinnerung behalten sollten, der bei etwas ums Leben kam, das er liebte und was alle Fahrer am meisten lieben: beim Fahren eines Motorrades", schildert Bautista, der viele Jahre gegen den großgewachsenen Italiener fuhr: "Ich hatte die Gelegenheit, in der 250er-Klasse einer deiner Rivalen zu sein, in der wir viele Kämpfe hatten. Du warst auf der Strecke immer ein kontroverser Fahrer, indem du sehr nahe am Limit warst und manchmal darüber."
"Du hast den Zuschauern aber immer eine Show und damit einen Grund, dem Rennsport zu verfallen, geliefert. Auf der Strecke warst du besonders. Abseits der Strecke konnte man dich nicht übersehen - mit Haaren wie Jimi Hendrix, dem laschen Gang und der ulkigen Stimme, die ein lustiges Italienisch sprach", erinnert sich Bautista in seiner Kolumne.
"2008 war dein Jahr. Du bist zwei Jahre ohne einen Podestplatz in der 250er-Klasse gefahren. Aber das Jahr änderte alles. Du warst regelmäßig auf dem Podium, hast Rennen gewonnen und als ob es für dich keine große Sache war, hast du die Führung in der Meisterschaft mit einem großen Vorsprung an dich genommen", schreibt Bautista.
"Wir hatten in den Rennen viele Kämpfe, mit Berührungen und Ausflügen abseits der Strecken. Am Ende hast du die Meisterschaft auf der gleichen Strecke in Sepang gewonnen", blickt der Spanier zurück, der auch schwierige Momente mit dem verunglückten Italiener hatte: "Im folgenden Jahr haben wir viel Zeit in der Renndirektion verbracht, um kontroverse Aktionen zu wiederholen. Erinnerst du dich?"
"Um ehrlich zu sein änderte sich mein Verhältnis zu dir und wir wechselten kaum ein Wort. Aber dieses Jahr war alles anders. Durch die Situation in Japan hatten wir Fahrer viele Treffen, die uns immer mehr zusammenführten. Unsere Freundschaft wurde wieder so, wie sie am Anfang war. Du weißt, dass du ein großartiger Fahrer warst, der immer am Limit war, immer das genoss, was er tat, immer sein Bestes gab und immer kämpfte."
Das Ende eines Kämpfers
"Selbst in deiner letzten Runde, in der ich mit dir kämpfen konnte, hast du nicht nachgegeben. Es war immer schwierig, dich zu überholen. Du hast nie jemanden auf oder neben der Linie vorbeigelassen. In dieser letzten Runde haben wir uns in zwei Kurven sechs Mal überholt", erklärt Bautista. "Ich habe es wirklich sehr genossen und weiß, dass es dir auch so ging, weil wir immer so gekämpft haben."
"Der Kurs, der dir den schönsten Moment bescherte, nahm es dir weg. Auf dem Sepang International Circuit (SIC) hast du uns verlassen", schreibt Bautista, der seinen langjährigen Kontrahenten schon jetzt vermisst: "Wie seltsam wird es werden, durch das Fahrerlager zu gehen und dich nicht zu sehen? Aber die Erinnerungen an dich werden immer bei uns sein. Wir werden dich nie vergessen und du wirst zutiefst vermisst werden. Aber ich bin mir sicher, dass du uns auch folgen wirst, wo auch immer du jetzt bist."
"Ich möchte mich von dir verabschieden. Ich habe soviel im Kopf. Es ist aber schwierig, es in solchen Momenten auszudrücken. Ich möchte deiner Familie, deiner Freundin Kate, deinen Freunden, Mechanikern, Leuten im Team und Fans mein aufrichtigstes und innigstes Beileid aussprechen", schreibt Bautista. "Ich sage dir, dass jeder, der beim nächsten Rennen in Valencia auf die Strecke gehen wird, - und das werden sicher viele sein - für dich raus gehen wird. In der Erinnerung an dich. Wir fahren für dich und widmen dir dieses Wochenende, weil du immer in unseren Herzen sein wirst."
Nur die, die riskieren zu weit zu gehen, werden erfahren, wie weit sie gehen können....
Hängt bei der MotoGP nicht die FIA mit drin? Denn bei denen gibt es doch eigentlich feste Reglements, wie was zu sein hat, wer wann wo & wie schnell vor Ort ist etc...
Über eine Minute bis der Arzt vor Ort ist - und dann auch noch einige Meter vom Unfallopfer entfernt - das is mir echt'n Unding!
Mal abgesehen davon: Jemanden einfach auf 'ne Liege legen is ja auch totaler Unfug. Bei (äusserlich nicht sichtbaren!) Wirbelsäulen-Verletzungen kann man so noch viel mehr Schaden anrichten. Nich umsonst werden verunfallte Fahrer, die nicht selbst laufen können, erstmal komplett auf so'ner Liege eingeschalt.
(Ging mir letztes Jahr ja auch so.)
Ich werde vom Glück verfolgt - doch ich bin schneller! ...und dann stehste Davidoff...