Nachdem Honda das Combined ABS System revolutionär bis auf Supersport Niveau gehoben und die Technik in seinen Topmodellen CBR600RR und CBR1000RR Fireblade verbaut hat, fängt man jetzt beim unteren Ende der Leistungskurve an, die Modellpalette aufzurollen und bremstechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Wir durften uns schon im Dezember 2008 von der herausragenden Wirkungsweise des Bremsassistenten überzeugen (1. Testbericht --- 2. RaceTrackDays) und wir gehen davon aus, daß ein System, das mit 180 PS in den Bremszonen von Almeria zurecht kommt, keine Mühe haben wird, zahme Chopper zu kontrollieren.
Die beiden Mittelklasse-Cruiser Shadow 750 und Shadow Spirit werden vom 745 Kubik V-Zweizylinder mit PGM-FI-Kraftstoffeinspritzung inklusive geregeltem Katalysatorsystem und moderner Dreiventil-Technik mit Flüssigkeitskühlung angetrieben. Der Motor leistet 46 PS (34 kW) bei lediglich 5.500 Touren, was ein entspanntes Cruisen garantiert. Ein pflegeleichter Kardanantrieb transferiert die sanft pulsierende Power zum Hinterrad, untermalt von gediegener V2-Akustik. Noch entspannter wird die Reise nun mit dem C-ABS, mit Hilfe dessen man beim Bremsen fast nichts mehr falsch machen kann.
Als Dritte im Bunde der mit einem Dreiviertlel-Liter V2 betriebenen Honda Cruiser taucht 2010 die Shadow Black Spirit im unverkennbaren Bobber-Stil aus der Welt der Schatten auf. Eine massive Telegabel mit 41mm Standrohrdurchmesser führt ein fett bereiftes 17-Zoll-Vorderrad. Vom spartanischen Kotfügel bis zum Bobber-Rear-End, über Gunfighter-Sitzbank und Luftfilterkasten bis zum Scheinwerfer – alle Details sind stimmig gestaltet und lassen sie Black Spirit wesentlich stärker und männlicher wirken als die beiden Schwestern. Lediglich die verchromten Auspuffrohre, nebst Gabel und Fender- Struts am Heck blitzen aus dem schwarzen Schleier hervor. Insgesamt ein optisch gelungenes Derivat das dem dunklen Trend der Zeit folgt.
Fireblade updated - Supersport entschleunigt
Hello Krise, good-bye biennaler Wechsel völlig neu entwickelter Supersport
Motorräder. Japan reagiert und wird ab sofort nur alle vier Jahre seine
straßentauglichen Rennmaschinen grundlegend überarbeiten. Die Zeit dazwischen
wird der zärtlichen Modellpflege gewidmet. Änderungen bleiben dennoch nicht
wirkungslos, wie die Verbesserung an der Fireblade demonstrieren. Die Schwungmasse
von Kurbelwelle und Lichtmaschinenrotor wurde gewichtstechnisch optimiert,
was dazu beiträgt, Ansprechverhalten und Fahrbarkeit bei besonders
sportlicher Fahrweise weiter zu verbessern. Dazu ist das Heck künftig mit
einem Klarglas-LED-Rücklicht ausgestattet und der Underslung-Auspuff mit
einer Aluminium-Abdeckung. Neue Farben und Graphics runden die
Modellpflegemaßnahmen des beliebten, 178 PS starken Hightech-Renners
ab.
Nur die, die riskieren zu weit zu gehen, werden erfahren, wie weit sie gehen können....